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Thoughts...

Montag, 1. Oktober 2007

Gebrüllt vor lachen...

In der aktuellen Ausgabe des Spiegels ist unter der Rubrik "Personalien" eine herrliche Meldung. Ein gewisser Issat Attija, islamischer Gelehrter, hatte eine sehr kreative Idee.
"Um Männer und unverschleierte Frauen in einem Büro im Einklang mit dem islamischen Recht arbeiten lassen zu können, hatte der Ägypter im Mai in einer Fatwa empfohlen, dass Frauen ihren männlichen Arbeitskollegen die Brust zum Stillen geben sollten: Fünfmal müsse die die Frau den Mann stillen, dann würde er symbolisch ihr Verwandter und alle moralischen Bedenken seien aus dem Weg geräumt."
Na, wenn das mal kein Vorschlag ist. Gut, er hat seinen Job als Vorsitzender der Hadith-Abteilung der renommierten Azhar-Universität in Kairo verloren zugunsten eines Nachfolgers, dessen Rechtsgutachten "mit der Logik und der menschlichen Natur kompatibel sind", aber ich finde: für soviel Kreativität sollte man ihm einen Ehren-Lehrstuhl geben. Immerhin bezog er sich dabei auf Quellen aus dem Mittelalter.
Mein Mann hat auch herzlich gelacht. Er meinte allerdings, wenn er das bei sich durchsetzen wollte (er hat fast ausschliesslich Mitarbeiterinnen), dann müsste er jemanden einstellen, der seine Arbeit macht, weil er leider zu nichts mehr käme.
Wunschdenken? Immerhin wollen gewisse Leute ja auch 72 Jungfrauen haben. Offensichtlich vergessen sie dabei, wie zickig und kapriziös Jungfrauen sein können. Erstrebenswert kommt mir das jedenfalls nicht vor, aber gut, jedem das seine....
Jetzt bleibt nur noch das Problem zu lösen, das ja Frauen nicht von Natur aus immer stillen können, aber da hat der Koran eventuell auch einen Vorschlag in petto.

Mittwoch, 24. Januar 2007

Na, ich weiss ja nicht...

... wollte ein bisschen frischen Wind in diese ganze Sache bringen, aber ich bin einfach zu unentschlossen... wird sich also wohl noch einige Male ändern hier.

Nicht, das sich jemand wundert.

Donnerstag, 11. Januar 2007

Ein neuer Blogger

Der Lyron ist unter die Blogger gegangen. Nicht so wie wir hier (was eigentlich echt schade ist, er hat nämlich enormes Schreibtalent, aber er weigert sich standhaft, es auszunutzen), sondern als Fotograf. Aber das macht er auch sehr gut. Und im Gegensatz zu hier, wo ich mich auf die von Twoday.net bereitgestellte Software verlasse, hat er sein Blog selber programmiert. Das kann er nämlich auch, das Genie, das verdammte. Will er vermutlich auch nicht hören und er kriegt dann wieder rote Ohren oder so, aber ich kann echt nicht auf alles Rücksicht nehmen ;).
Und weil das bestimmt ne feine Sache wird, wenn er endlich mehr Fotos drin hat, wird er natürlich auch gelinkt. Zu erreichen hier: Lyrons Blog oder über die Linkliste.

Dienstag, 26. Dezember 2006

Fundstück

Was es nicht alles gibt... ich kenne elfische Namensgeneratoren, dann welche, die vorgeben, den Namen in der Hobbitsprache zu generieren... und jetzt hab ich einen gefunden, der einem verspricht, den Namen ins Irische zu übersetzen. Nun ja, der Wahrheitsgehalt darf vermutlich bezweifelt werden, aber wenn man grad mal zwei Minuten Langeweile hat, dann kann man ja mal nachschauen.


Your Irish Name Is...
Clara Lynch

Freitag, 22. Dezember 2006

Das Ende ist nah!

Diese alten Männer mit Bart die in amerikanischen Filmen manchmal an Straßenecken stehen und ein Plakat hochhalten auf dem so Sachen stehen wie: "Das Ende ist nah!" oder derlei apokalyptischen Kram mehr, haben in vielen Großstädten eine Entsprechung. In Berlin ist es jemand, der weiße, unauffällige Aufkleber wie für Einmachgläser mit blauem Filzstift beschreibt und so seine Botschaften unter die Leute bringt. Ich bin in letzter Zeit ja täglich zu Fuß unterwegs (das Baby braucht Luft) und finde diese Aufkleber überall. Alleine gestern hab ich folgendes gelesen:

"Die Apokalypse naht"
"Satan ist Lügner und Verführer!"
"Die Wahrheit unverfälscht weitergeben!"

Ich fang an den Kerl zu mögen. Es ist immer die gleiche Handschrift und immer der gleiche Filzstift. Und er ist scheinbar in allen Stadtteilen unterwegs. Er klebt seine Botschaften auf Laternenpfähle, Sicherungskästen, Mülleimer... einfach auf alles, was lange genug stillhält. Ob er was weiß, was wir nicht wissen?

Dienstag, 12. Dezember 2006

Auf Wunsch eines einzelnen Herrn

Na gut, hier also ein kleiner Einblick in die Weihnachtspost mit Babymotiven (oh ja, wir werden sie an Verwandte verschicken.... ich sagte ja: sie wird uns hassen!)

Weihnachtsbaby

Mit Mützchen geht ja noch, aber für das folgende habe ich keine Entschuldigung. Leider haben wir die rote Nase vergessen (oder zum Glück)...

cimg1702

Und als Engelchen haben wir sie auch noch verkleidet. *hüstel*

cimg1713

Donnerstag, 16. November 2006

Ja, wie isses denn so?

Ständig werde ich gefragt, wie man sich denn so fühlt als Mutter. Ja, was soll ich sagen? Sarah ist so unglaublich niedlich, klein und hilflos... und gleichzeitig kann sie mir den letzten Nerv rauben. Also genauso, wie es das Klischee will.

Sarah_blog-6

Apropos Klischee: es ist nicht korrekt, das man in dem Moment, wo man sein Baby im Arm hält, schon den ganzen Geburtsschmerz vergessen hat... hab ich bis heute nicht und wenn es danach geht, dann bleibt die Kleine definitiv ein Einzelkind. So einen Scheiß mache ich nicht noch mal mit. Wenn ich an diesen dämlichen Arzt denke, dann klappt mir sofort wieder das Messer auf. So ein Idiot... nach über vier Stunden Preßwehen setzt sich dieser MANN (*wütendes Grollen*) mit verschränkten Armen vor mich hin und sagt: "So, ich mach gar nichts, sie müssen sich jetzt schon mal ein bisschen anstrengen." Ha! Idiot, der... was denkt der eigentlich, was ich da im Kreißsaal seit dem frühen Morgen mache? Wenn ich noch die Kraft gehabt hätte, hätte ich ihn angebrüllt oder erwürgt... aber das konnte ich da schon nicht mehr. Nachdem alles überstanden war hat er dann gesagt: "Naja, der Kopf war eh zu groß, das hätten sie gar nicht schaffen können... ". Da hätte ich ihn am liebsten wieder gewürgt, aber da ging es erst recht nicht mehr... dafür hatte der A***** ja gesorgt, indem er mir einen netten "kleinen" 3-Schichten-Schnitt verpaßt hatte. Aber genug davon, bevor es wirklich eklig wird...

Sarah_blog8

Eigentlich ist sie ein ruhiges Baby... extrem verschmust und anhänglich, was wohl auch an ihrem Geburtstrauma liegt. Am liebsten ist sie bei Mami auf dem Arm, am zweitliebsten bei Papi und einschlafen geht sowieso nur, wenn sie mit mir oder GG kuschelt, alleine in der Wiege liegen und einschlafen geht gar nicht. Aber jetzt hat sie sich vor ein paar Tagen einen kleinen Infekt eingefangen, was für so ein kleines Baby aber schon eine große Sache ist und dementsprechend ist sie jetzt leider doch anstrengend. Kann stundenlang schreien, trinkt nicht richtig, schläft nicht richtig und das macht ihr noch schlechtere Laune. Heute Abend hab ich zum ersten Mal fast die Geduld mit ihr verloren. Alle halbe Stunde trinken wollen und dann nach zwei Minuten heftig den Kopf hin und her werfen und wieder weinen und untröstlich sein... so müde, das ihr fast die Augen zu fallen, gleichzeitig hungrig aber nicht mehr in der Lage, zu trinken... ein Babyleben ist schon schwer. Und GG spielt in aller Seelenruhe nebendran WOW *grml*. Würde ich auch gerne mal wieder, aber so, wie sie derzeit drauf ist, ist daran gar nicht zu denken. Schade, wir hatten schon angefangen, einen 4-Stunden-Rhytmus einzuführen, aber durch ihre Krankheit ist das jetzt wieder zunichte gemacht und wir können von vorne anfangen.
Sarah_blog3
ABER das wird alles wieder besser und ruhiger (bis zur nächsten Katastrophe...) und eigentlich kann ich mich gar nicht beschweren. GG unterstützt mich wo er kann, geht einkaufen, wickelt, trägt das Baby summend herum, wenn sie nicht schlafen kann und kocht und macht was weiß ich noch alles (von seinem Beistand bei der Geburt mal gar nicht zu reden - Hut ab!). Das ist jetzt wirklich der erste Abend, an dem es mir wirklich reicht und ich die Schnauze echt voll habe. Vermutlich ist das aber gleich auch wieder vorbei, wenn sie die Augen aufmacht, ihre niedlichen Babygeräusche macht und unbewußt grinst... und sie riecht so gut *schwärm*.

Sarah_blog7

Ja, so isses. Man kommt zu sehr wenig am Tag, weil man entweder ein Baby auf dem Arm trägt, oder gerade stillt, oder gerade mal die Ruhe genießt oder weil man so müde ist vom nächtlichen Aufstehen, das man im Stehen schlafen könnte. Dementsprechend ist hier immer Unordnung, wir haben keine saubere Wäsche mehr im Schrank, von gebügelter mal gar nicht zu reden, dafür aber Augenringe, die jeden Zombie (oder political correct ausgedrückt: jeden vermindert Lebenden) vor Neid erblassen ließe. Aber es ist auch schön und unglaublich und zum Staunen und Niederknien. Und wir sind stolz und könnten platzen vor selbigem und würden sie am liebsten jedem zeigen und sagen: "Da, guck, das haben wir gemacht! Ist das nicht hinreißend?". So ist das Elternleben nach etwa drei Wochen... bin gespannt, wie die nächsten 20 Jahre werden.

Sarah_blog4

Mittwoch, 1. November 2006

Das ist sie...

... unsere Süße... hatte ja versprochen, sie euch nicht vorzuenthalten und et voilà:

Sarah_Blog1

Sarah_Blog2

Perrendor hat ja die Details schon geschrieben: am 27.10.06 um 19:33 Uhr geboren, 54 cm groß mit einem Kopfumfang von 37 cm (AUA!!!) und 3830 gr. schwer.

Ansonsten mache ich mich sicher hier ein bisschen rar, ist doch alles noch neu und ungewohnt und die Kleine braucht Zeit, sich ihre Eltern richtig zu erziehen. Aber sie schafft das, diese mitgelieferte Sirene ist wirkungsvoll ;-P

Details zur Geburt möchte ich lieber ersparen... es war heftig und nichts hätte mich ansatzweise darauf vorbereiten können. Vielleicht mag ich mehr dazu sagen, wenn ich irgendwann wieder sitzen kann...

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Die Hamburg-Mannheimer

Heute morgen hatte ich ein merkwürdiges Erlebnis mit einem Versicherungs-Heini. Gegen halb elf klingelte es an der Tür, ein Herr von der Hamburg-Mannheimer wollte gerne mal über mich und mein Baby sprechen. Weil ich noch nicht mal anständig angezogen war (wollte gerade duschen gehen) und eigentlich generell keine Lust habe auf Versicherungsleute, hab ich versucht, ihn abzuwimmeln. Ging aber net, also hab ich ihn hochkommen lassen und als er prustend oben war (drei Stockwerke, gefühlt aber sechs), hab ich ihn erstmal angemeckert, das es wirklich nicht paßt gerade. Er hat sich aber nicht irritieren lassen und mir einen von den Vorzügen einer Rundum-Sorglos-Versicherung zu erzählen. Da habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, das das Baby ja noch nichtmal auf der Welt ist und ich echt keinen Kopf dafür habe gerade, woraufhin er mich erstaunt ansah, dann auf den dicken Bauch guckte und meinte: "Ach so, das Baby ist noch gar nicht da? Ja... äh... also... wir dachten es wäre schon da... *räusper*". Dem konnte ich ja nur zustimmen, aber er schien wirklich überrascht. Hat der den Bauch vorher nicht gesehen oder was?

Nun, ich konnte ihn schließlich abwimmeln, aber was ich nicht geschafft habe, war eine Antwort auf die Frage zu bekommen, woher er bitteschön die Information hat, das ich schwanger bin. Er hat nach mehrmaligem Nachfragen nur gestottert, das er die Daten immer von der Zentrale bekommt und auch nicht weiß, woher die stammen.

Alles in allem eine Frechheit... möchte wirklich wissen, wer da gequatscht hat. Woher kriegen die denn solche Daten, bitte?

Nur für Lyron...

... weil er es mit einem einfachen Chat-Satz geschafft hat, mich heute doch noch zum lächeln zu bewegen. Danke!

P.S.: ich hätte nicht gedacht, das Du das kennst, Kleiner^^

Ente1

Müller-Lüdenscheid: “Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber ich wäre jetzt ganz gerne allein.”
Kloebner: “Wer sind Sie denn überhaupt?”
Müller-Lüdenscheid: “Mein Name ist Müller-Lüdenscheid.”
Kloebner: “Kloebner, Doktor Kloebner.”
Müller-Lüdenscheid: “Angenehm.”
Kloebner: “Angenehm.”
Müller-Lüdenscheid: “Können Sir mir sagen, warum Sie in meiner Badewanne sitzen?”
Kloebner: “Ich kam vom Pingpong-Keller und hatte mich in der Zimmernummer geirrt. Das Hotel ist etwas unübersichtlich.”
Müller-Lüdenscheid: “Aber jetzt wissen Sie, dass Sie in einer Fremdwanne sitzen und baden trotzdem weiter.”
Kloebner: “Von Baden kann nicht die Rede sein, es ist ja kein Wasser in der Wanne.”
Müller-Lüdenscheid: “Als ich das Bad betrat, saßen Sie im warmen Wasser.”
Kloebner: “Aber Sie haben es ja wieder abgelassen.”
Müller-Lüdenscheid: “Weil Sie es eingelassen haben, Herr Doktor Kloebner. In meiner Wanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.”
Kloebner: “Na, dann lassen Sie’s doch jetzt ein.”
Müller-Lüdenscheid: “Mein Badewasser lasse ich mir ein, wenn ich es für richtig halte.”
Kloebner: “Gewiss, natürlich.”
[Verlegenes Pfeifen…]
Kloebner: “Es sitzt sich recht kühl, einfach so in der Wanne.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich sitze gern mal ohne Wasser in der Wanne.”
Kloebner: “Ach.”
Müller-Lüdenscheid: “Was heißt ‘Ach’?”
Kloebner: “Ach. Sie sagten, dass Sie gerne ohne Wasser in der Wanne sitzen und ich meinte ‘ach’.”
Müller-Lüdenscheid: ‘Aha.’
Kloebner: “Ich hätte auch ‘Aha’ sagen können, aber ich wollte meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass Sie es vorziehen, ohne Wasser in der Wanne zu sitzen.”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner, ich leite eines der bedeutendsten Unternehmen der Schwerindustrie und bin Ihnen in meiner Badewanne keine Rechenschaft schuldig.”
Kloebner: “Nein, nein.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich entscheide persönlich, ob ich mit Wasser bade oder ohne.”
Kloebner: “Ja, ja.”
Müller-Lüdenscheid: “Im übrigen sagte ich nur…”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt…”
Müller-Lüdenscheid: “Bitte lassen Sie mich ausreden. Ich sagte, dass ich, wenn es die Situation erfordert, durchaus in der Lage wäre, auch mal ein Wannenbad ohne Wasser zu nehmen.”
Kloebner: “Ja, ja.”
Müller-Lüdenscheid: “Und die Entscheidung darüber, ob ich mein Wannenbad mit oder ohne Wasser zu nehmen habe, lasse ich mir von niemandem aufdrängen.”
Kloebner: “Nein, nein.”
Müller-Lüdenscheid: “Auch von Ihnen nicht, Herr Doktor Kloebner.”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt, es wäre ja immerhin denkbar, dass es gewisse Argumente gäbe, die dafür sprächen, das Wasser jetzt einlaufen zu lassen.”
Müller-Lüdenscheid: “Wie wollen Sie das beurteilen?”
Kloebner: “Mein Gott, ich bade ja auch nicht zum ersten Mal.”
Müller-Lüdenscheid: “So?”
Kloebner: “Und nach meiner Erfahrung ist eben ein warmes Wannenbad mit Wasser zweckmäßiger als ohne.”
Müller-Lüdenscheid: “Das ist Ihre ganz persönliche Meinung, Herr Doktor Kloebner. Aber man darf ja wohl noch anderer Ansicht sein.”
Kloebner: “Ach, was.”
Müller-Lüdenscheid: “Sie können Sich in meiner Wanne eine eigene Meinung überhaupt nicht leisten.”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner! Ich lasse jetzt das Wasser ein, wenn Sie mich höflich darum bitten.”
Kloebner: “Bitte.”
Müller-Lüdenscheid: “Höflich.”
Kloebner: “Höflich.”
Müller-Lüdenscheid: “Na, also.”
Müller-Lüdenscheid: “Was machen Sie da?”
Kloebner: “Ich lasse etwas kühleres Wasser ein.”
Müller-Lüdenscheid: “Das ist sehr aufmerksam, aber ich hätte doch gerne noch eine Kleinigkeit von dem heißen.”
Kloebner: “Wenn ich jetzt einen Schuss von dem kalten dazunehmen könnte.”
Müller-Lüdenscheid: “Das war eine Idee zu viel.”
Kloebner: “Ach.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich glaube, noch ein paar Tropfen heißes und man könnte sich einigen. Geht es so?”
Kloebner: “Oh, ja. Vielen Dank.”
Müller-Lüdenscheid: “Oh, bitte sehr. Die Ente bleibt draußen.”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Die Ente bleibt draußen!”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt, ich bade immer mit dieser Ente.”
Müller-Lüdenscheid: “Nicht mit mir.”
Kloebner: “Ich kenne Sie ja erst seit heute.”
Müller-Lüdenscheid: “Wenn Sie die Ente hereinlassen, lasse ich das Wasser heraus.”
Kloebner: “Das sind wohl die Erpressermethoden Ihrer Gangsterfirma.”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner!”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Akademiker wollen Sie sein? Ha.”
Kloebner: “Also, was ist jetzt?”
Müller-Lüdenscheid: “Ich lasse das Wasser heraus, wenn Sie die Ente hereinlassen.”
Kloebner: “Ich nehme meine Ente herein.”
Müller-Lüdenscheid: “Wo ist der Stöpsel?”
Kloebner: “Sie sitzen drauf.” Wissen Sie eigentlich, dass viele Menschen überhaupt kein Bad besitzen?”
Müller-Lüdenscheid: “Ach, Sozi sind Sie wohl auch noch?”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner! Also lassen Sie die Ente in Gottes Namen herein.”
Kloebner: “Nein, mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht.”

Ente

Müller-Lüdenscheid: “Sie lassen sofort die Ente zu Wasser!”
Kloebner: “Ich denke nicht daran.”
Müller-Lüdenscheid: “Dann tauche ich jetzt so lange, bis Sie die Ente zu Wasser lassen.”
Kloebner: “Bitte sehr…”
Müller-Lüdenscheid: “Es ist mir ernst! Ich zähle bis drei. Eins, zwei, drei… Hmmmmm…..”
Kloebner: “Da sind Sie ja schon wieder.”
Müller-Lüdenscheid: “Jawohl.”
Kloebner: “Passen Sie mal auf!”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner? Hören Sie? Wenn Sie nicht sofort auftauchen, verlasse ich die Wanne. Die Luft anhalten kann jeder.”
Kloebner: “Was sagen Sie nun?”
Müller-Lüdenscheid: “Sie langweilen mich.”
Kloebner: “Aber ich kann länger als Sie.”
Müller-Lüdenscheid: “Es gibt Wichtigeres im Leben.”
Kloebner: “Was denn?”
Müller-Lüdenscheid: “Ehrlichkeit, Toleranz…”
Kloebner: “Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Mut, Anstand…”
Kloebner: “Ja… Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Hilfsbereitschaft…”
Kloebner: “Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Tüchtigkeit, Zähigkeit…”
Kloebner: “Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Sauberkeit…”
Kloebner: “Aber ich kann länger als Sie.”
Müller-Lüdenscheid: “Es kommt auf den Charakter an.”
Kloebner: “Aber ich kann länger als Sie.”
Müller-Lüdenscheid: “Und das glaube ich ihnen nicht.”
Kloebner: “Dann tauchen wir jetzt gleichzeitig.”
Müller-Lüdenscheid: “Wie Sie wünschen.”
Kloebner: “Dann werden wir’s ja sehen.”
Müller-Lüdenscheid: “Das werden wir sehen.”
Kloebner: “Ich habe schon ganz verschrumpelte Finger.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich auch.”
Kloebner: “Also. Eins, zwei…”
Müller-Lüdenscheid: “Drei… Hmmmmm….”
Stimme: “Ist hier jemand? Hallo? Entschuldigen Sie, ist das hier Zimmer 107?”
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