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Donnerstag, 19. Oktober 2006

Die Hamburg-Mannheimer

Heute morgen hatte ich ein merkwürdiges Erlebnis mit einem Versicherungs-Heini. Gegen halb elf klingelte es an der Tür, ein Herr von der Hamburg-Mannheimer wollte gerne mal über mich und mein Baby sprechen. Weil ich noch nicht mal anständig angezogen war (wollte gerade duschen gehen) und eigentlich generell keine Lust habe auf Versicherungsleute, hab ich versucht, ihn abzuwimmeln. Ging aber net, also hab ich ihn hochkommen lassen und als er prustend oben war (drei Stockwerke, gefühlt aber sechs), hab ich ihn erstmal angemeckert, das es wirklich nicht paßt gerade. Er hat sich aber nicht irritieren lassen und mir einen von den Vorzügen einer Rundum-Sorglos-Versicherung zu erzählen. Da habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, das das Baby ja noch nichtmal auf der Welt ist und ich echt keinen Kopf dafür habe gerade, woraufhin er mich erstaunt ansah, dann auf den dicken Bauch guckte und meinte: "Ach so, das Baby ist noch gar nicht da? Ja... äh... also... wir dachten es wäre schon da... *räusper*". Dem konnte ich ja nur zustimmen, aber er schien wirklich überrascht. Hat der den Bauch vorher nicht gesehen oder was?

Nun, ich konnte ihn schließlich abwimmeln, aber was ich nicht geschafft habe, war eine Antwort auf die Frage zu bekommen, woher er bitteschön die Information hat, das ich schwanger bin. Er hat nach mehrmaligem Nachfragen nur gestottert, das er die Daten immer von der Zentrale bekommt und auch nicht weiß, woher die stammen.

Alles in allem eine Frechheit... möchte wirklich wissen, wer da gequatscht hat. Woher kriegen die denn solche Daten, bitte?

Nur für Lyron...

... weil er es mit einem einfachen Chat-Satz geschafft hat, mich heute doch noch zum lächeln zu bewegen. Danke!

P.S.: ich hätte nicht gedacht, das Du das kennst, Kleiner^^

Ente1

Müller-Lüdenscheid: “Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber ich wäre jetzt ganz gerne allein.”
Kloebner: “Wer sind Sie denn überhaupt?”
Müller-Lüdenscheid: “Mein Name ist Müller-Lüdenscheid.”
Kloebner: “Kloebner, Doktor Kloebner.”
Müller-Lüdenscheid: “Angenehm.”
Kloebner: “Angenehm.”
Müller-Lüdenscheid: “Können Sir mir sagen, warum Sie in meiner Badewanne sitzen?”
Kloebner: “Ich kam vom Pingpong-Keller und hatte mich in der Zimmernummer geirrt. Das Hotel ist etwas unübersichtlich.”
Müller-Lüdenscheid: “Aber jetzt wissen Sie, dass Sie in einer Fremdwanne sitzen und baden trotzdem weiter.”
Kloebner: “Von Baden kann nicht die Rede sein, es ist ja kein Wasser in der Wanne.”
Müller-Lüdenscheid: “Als ich das Bad betrat, saßen Sie im warmen Wasser.”
Kloebner: “Aber Sie haben es ja wieder abgelassen.”
Müller-Lüdenscheid: “Weil Sie es eingelassen haben, Herr Doktor Kloebner. In meiner Wanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.”
Kloebner: “Na, dann lassen Sie’s doch jetzt ein.”
Müller-Lüdenscheid: “Mein Badewasser lasse ich mir ein, wenn ich es für richtig halte.”
Kloebner: “Gewiss, natürlich.”
[Verlegenes Pfeifen…]
Kloebner: “Es sitzt sich recht kühl, einfach so in der Wanne.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich sitze gern mal ohne Wasser in der Wanne.”
Kloebner: “Ach.”
Müller-Lüdenscheid: “Was heißt ‘Ach’?”
Kloebner: “Ach. Sie sagten, dass Sie gerne ohne Wasser in der Wanne sitzen und ich meinte ‘ach’.”
Müller-Lüdenscheid: ‘Aha.’
Kloebner: “Ich hätte auch ‘Aha’ sagen können, aber ich wollte meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass Sie es vorziehen, ohne Wasser in der Wanne zu sitzen.”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner, ich leite eines der bedeutendsten Unternehmen der Schwerindustrie und bin Ihnen in meiner Badewanne keine Rechenschaft schuldig.”
Kloebner: “Nein, nein.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich entscheide persönlich, ob ich mit Wasser bade oder ohne.”
Kloebner: “Ja, ja.”
Müller-Lüdenscheid: “Im übrigen sagte ich nur…”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt…”
Müller-Lüdenscheid: “Bitte lassen Sie mich ausreden. Ich sagte, dass ich, wenn es die Situation erfordert, durchaus in der Lage wäre, auch mal ein Wannenbad ohne Wasser zu nehmen.”
Kloebner: “Ja, ja.”
Müller-Lüdenscheid: “Und die Entscheidung darüber, ob ich mein Wannenbad mit oder ohne Wasser zu nehmen habe, lasse ich mir von niemandem aufdrängen.”
Kloebner: “Nein, nein.”
Müller-Lüdenscheid: “Auch von Ihnen nicht, Herr Doktor Kloebner.”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt, es wäre ja immerhin denkbar, dass es gewisse Argumente gäbe, die dafür sprächen, das Wasser jetzt einlaufen zu lassen.”
Müller-Lüdenscheid: “Wie wollen Sie das beurteilen?”
Kloebner: “Mein Gott, ich bade ja auch nicht zum ersten Mal.”
Müller-Lüdenscheid: “So?”
Kloebner: “Und nach meiner Erfahrung ist eben ein warmes Wannenbad mit Wasser zweckmäßiger als ohne.”
Müller-Lüdenscheid: “Das ist Ihre ganz persönliche Meinung, Herr Doktor Kloebner. Aber man darf ja wohl noch anderer Ansicht sein.”
Kloebner: “Ach, was.”
Müller-Lüdenscheid: “Sie können Sich in meiner Wanne eine eigene Meinung überhaupt nicht leisten.”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner! Ich lasse jetzt das Wasser ein, wenn Sie mich höflich darum bitten.”
Kloebner: “Bitte.”
Müller-Lüdenscheid: “Höflich.”
Kloebner: “Höflich.”
Müller-Lüdenscheid: “Na, also.”
Müller-Lüdenscheid: “Was machen Sie da?”
Kloebner: “Ich lasse etwas kühleres Wasser ein.”
Müller-Lüdenscheid: “Das ist sehr aufmerksam, aber ich hätte doch gerne noch eine Kleinigkeit von dem heißen.”
Kloebner: “Wenn ich jetzt einen Schuss von dem kalten dazunehmen könnte.”
Müller-Lüdenscheid: “Das war eine Idee zu viel.”
Kloebner: “Ach.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich glaube, noch ein paar Tropfen heißes und man könnte sich einigen. Geht es so?”
Kloebner: “Oh, ja. Vielen Dank.”
Müller-Lüdenscheid: “Oh, bitte sehr. Die Ente bleibt draußen.”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Die Ente bleibt draußen!”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt, ich bade immer mit dieser Ente.”
Müller-Lüdenscheid: “Nicht mit mir.”
Kloebner: “Ich kenne Sie ja erst seit heute.”
Müller-Lüdenscheid: “Wenn Sie die Ente hereinlassen, lasse ich das Wasser heraus.”
Kloebner: “Das sind wohl die Erpressermethoden Ihrer Gangsterfirma.”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner!”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Akademiker wollen Sie sein? Ha.”
Kloebner: “Also, was ist jetzt?”
Müller-Lüdenscheid: “Ich lasse das Wasser heraus, wenn Sie die Ente hereinlassen.”
Kloebner: “Ich nehme meine Ente herein.”
Müller-Lüdenscheid: “Wo ist der Stöpsel?”
Kloebner: “Sie sitzen drauf.” Wissen Sie eigentlich, dass viele Menschen überhaupt kein Bad besitzen?”
Müller-Lüdenscheid: “Ach, Sozi sind Sie wohl auch noch?”
Kloebner: “Herr Müller-Lüdenscheidt!”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner! Also lassen Sie die Ente in Gottes Namen herein.”
Kloebner: “Nein, mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht.”

Ente

Müller-Lüdenscheid: “Sie lassen sofort die Ente zu Wasser!”
Kloebner: “Ich denke nicht daran.”
Müller-Lüdenscheid: “Dann tauche ich jetzt so lange, bis Sie die Ente zu Wasser lassen.”
Kloebner: “Bitte sehr…”
Müller-Lüdenscheid: “Es ist mir ernst! Ich zähle bis drei. Eins, zwei, drei… Hmmmmm…..”
Kloebner: “Da sind Sie ja schon wieder.”
Müller-Lüdenscheid: “Jawohl.”
Kloebner: “Passen Sie mal auf!”
Müller-Lüdenscheid: “Herr Doktor Kloebner? Hören Sie? Wenn Sie nicht sofort auftauchen, verlasse ich die Wanne. Die Luft anhalten kann jeder.”
Kloebner: “Was sagen Sie nun?”
Müller-Lüdenscheid: “Sie langweilen mich.”
Kloebner: “Aber ich kann länger als Sie.”
Müller-Lüdenscheid: “Es gibt Wichtigeres im Leben.”
Kloebner: “Was denn?”
Müller-Lüdenscheid: “Ehrlichkeit, Toleranz…”
Kloebner: “Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Mut, Anstand…”
Kloebner: “Ja… Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Hilfsbereitschaft…”
Kloebner: “Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Tüchtigkeit, Zähigkeit…”
Kloebner: “Ja…”
Müller-Lüdenscheid: “Sauberkeit…”
Kloebner: “Aber ich kann länger als Sie.”
Müller-Lüdenscheid: “Es kommt auf den Charakter an.”
Kloebner: “Aber ich kann länger als Sie.”
Müller-Lüdenscheid: “Und das glaube ich ihnen nicht.”
Kloebner: “Dann tauchen wir jetzt gleichzeitig.”
Müller-Lüdenscheid: “Wie Sie wünschen.”
Kloebner: “Dann werden wir’s ja sehen.”
Müller-Lüdenscheid: “Das werden wir sehen.”
Kloebner: “Ich habe schon ganz verschrumpelte Finger.”
Müller-Lüdenscheid: “Ich auch.”
Kloebner: “Also. Eins, zwei…”
Müller-Lüdenscheid: “Drei… Hmmmmm….”
Stimme: “Ist hier jemand? Hallo? Entschuldigen Sie, ist das hier Zimmer 107?”

some sounds that recognize the pain in me...

Jahreszeitgemäß werden die Tage länger und mir werden sie gerade so lang, das ich denke, der Tag hat mindestens 72 unaushaltbare Stunden. Jammern auf hohem Niveau, natürlich, aber wenn es sich doch so anfühlt... Mir fällt die Decke auf den Kopf und das Warten macht mich rasend. Je mehr sich mein Bewegungsradius einschränkt, umso schlimmer wird es. Heute habe ich erfahren, das ich eigentlich nicht mal mehr Auto fahren dürfte. Na herrlich... zu Fuß schaffe ich gerade mal eine halbe Stunde und da ist die Erreichbarkeit von Plätzen naturgemäß ohnehin eingeschränkt. Täglich beim Arzt antanzen ist auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung und dieses Warten auf unterirdische Schmerzen versaut mir das angekündigte Wunder noch mehr. Ich weiß schon, das ich das nur aushalten muß und bald alles besser wird und ohnehin vergessen ist, wenn der kleine Twink da ist... aber trotzdem nervt das und keine Floskel und kein dummer Spruch der Welt tröstet mich gerade. Einer der Songs, der Melancholie und Depression perfekt ausdrückt und zu dem ich schon als Teenager gerne mal Zuflucht gesucht habe, ist bittersweet symphony von The Verve. Engländer... ein Land, in dem es klischeehaft soviel regnet, bringt auch dementsprechend viele Melancholiker hervor. Herrlich für die derzeitige Stimmung.

Auf dem Live 8-Konzert hat Richard Ashcroft den Song zusammen mit Chris Martin und dessen Band Coldplay gesungen, aber das war ein Live-Konzert und dementsprechend nicht wirklich gut. Wenn man versucht, bei tausenden von Leuten Stimmung mit einem Song wie diesem zu erzeugen, dann ist das eine eher zweifelhafte Vorstellung, finde ich. Die Deppen von Limp Bizkit haben es auch gewagt, sich auszugsweise an diesem Song zu bedienen. Im Rahmen der Recherche habe ich mir sogar den angehört, aber er verdient es nicht mal der Vollständigkeit halber, hier auch noch gequotet zu werden.

Die Lizenzstreitigkeiten zu diesem Song sind etwas verworren, hier ein Auszug aus wikipedia:

Der eigentliche Song stammt aus den ersten Aufnahmen für ein Album, welches ehemalige The Verve-Mitglieder nach der ersten Trennung der Band 1995 einspielten. Zunächst war es als Instrumental angedacht, bis Richard Ashcroft schließlich einen Text hinzufügte. Zur Vollendung des Liedes brachte er ein Sample aus einer orchestralen Version des Rolling-Stones-Klassikers The Last Time mit. Andrew Loog Oldham hatte 1966 ein ganzes Album instrumentaler Streichervarianten der großen Hits von den Rolling Stones veröffentlicht.

The Verve holten sich die Erlaubnis der Plattenfirma Decca Records zur Verwendung des Samples, aber nicht vom Musikverlag Abkco. Nachdem sich The Verve endgültig wiederformierten, wurde Bitter Sweet Symphony ihr größter Erfolg und der Sommerhit des Jahres 1997, es landete in England auf Platz 2 der Charts. Allen Klein, der Manager von Abkco zog schließlich wegen angeblicher Lizenzverletzungen vor Gericht – mit der Folge, dass die Rechte und alle Einnahmen vom Lied ihm und den Rolling Stones zugesprochen wurden.

Das Kuriose an der Geschichte ist, dass die Rolling Stones bei der ersten Veröffentlichung des Liedes The Last Time von ähnlichen Umständen begleitet waren. Ihnen wurde damals vorgeworfen, sich eines nordamerikanischen Volksliedes mit dem Namen "This May Be The Last Time" bedient zu haben, das unter anderem bereits von James Brown und The Staple Singers interpretiert worden ist. Allerdings initialisierten sie damals selbst einen Rechtsstreit und erlangten schließlich die kompletten Rechte an dem Lied.

Der DJ Marc Van Dale hatte Bitter Sweet Symphony 1997 covern wollen und veröffentlichte ihn zunächst unter dem Singletitel "Water Verve". Infolge des Rechtsstreits zwischen The Verve und Allen Klein musste er schließlich den Verve-Bezug streichen und veröffentlichte das Stück unter dem Namen "Water Wave". 1998 erschien unter dem Namen "No Worries" eine Coverversion des Verve-Hits vom niederländischen Hardcore Techno-Act Bodylotion, auch bekannt als Neophyte.


Ich hab mir den Stones-Song angehört und ehrlich gesagt, kann ich nicht verstehen, warum die Rechte an die gegangen sind, da fehlt mir wohl das Musikergehör oder so. Jedenfalls wäre ich niemals drauf gekommen, das die beiden was miteinander zu tun haben sollen.

Und dann ist da natürlich auch noch die hervorragende Schlußszene aus "Cruel Intentions - Eiskalte Engel", spätestens seit diesem Film, kennt ja jeder den Song. Aber Vollständigkeit ist eben eine wichtige Sache...

Lyrics:
'cause it's a bittersweet symphony this life...
Trying to make ends meet, you're a slave to the money then you die.
I'll take you down the only road I've ever been down...
You know the one that takes you to the places where all the veins meet, yeah


No change, I can't change, I can't change, I can't change,
but I'm here in my mould, I am here in my mold.
But I'm a million different people from one day to the next...
I can't change my mould, no,no,no,no,no,no,no...

Well I never pray,
But tonight I'm on my knees, yeah.
I need to hear some sounds that recognize
the pain in me, yeah.
I let the melody shine, let it cleanse my mind, I feel free now.
But the airwaves are clean and there's nobody singing to me now.

No change, I can't change, I can't change, I can't change,
but I'm here in my mould, I am here in my mould.
And I'm a million different people from one day to the next
I can't change my mould, no,no,no,no,no, no,no...

(Well have you ever been down?
I can't change, I can't change...)

'cause it's a bittersweet symphony this life.
Trying to make ends meet, trying to find some money then you die.
I'll take you down the only road I've ever been down.
You know the one that takes you to the places where all the veins meet, yeah.

You know I can't change, I can't change, I can't change, I can’t change,
but I'm here in my mold, I am here in my mold.
And I'm a million different people from one day to the next.

I can't change my mold, no,no,no,no,no,no,no...

I'll take you down the only road I've ever been down
I'll take you down the only road I've ever been down
been down
ever been down 7x

Und wo wir schon bei dem Thema sind: dieser Song von der gleichen Band und vom gleichen Album ("Urban Hymns" wenn ich mich gerade nicht total täusche) paßt genauso gut und ich mag nicht extra einen neuen Artikel dazu aufmachen.
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